Keine Veränderungen im Vorstand des Seniorenbeirates - Öffentliche Toiletten in Usingen sind ein wichtiges Thema der Versammlung Leichtes Spiel hatte Wahlleiter Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) in der konstituierenden Sitzung des Usinger Seniorenbeirates am Dienstagnachmittag in der Hugenottenkirche. In nur wenigen Minuten waren alle zu vergebenden Ämter besetzt und der Vorstand konnte sich mit Themen beschäftigen, die im laufenden Jahr zur Sprache kommen werden. Bei den Vorstandsneuwahlen gab es keinerlei Veränderungen.
Dass der alte Vorstand der neue sein soll, das forderte schon Beiratsmitglied und „Alterspräsidentin“ Lotti Saltenberger gleich zu Beginn der Sitzung. Und so kam es in der Tat, dass Erwin Lichtenthäler weiterhin an der Spitze des Seniorenbeirates der Stadt Usingen steht, dass die Stellvertreter Ellen Nöll und Manfred Herrlein heißen, die Ämter des Schriftführers und seines Vizes mit Fritz Günter Künstling und Veronika Brähler besetzt werden konnten und Ingrid Jakob seit den Wahlen in November 2011 dem Vorstand neu angehört.
Die Seniorenbeiratswahlen hatten übrigens ein mageres Ergebnis gebracht. Von 3 526 Wahlberechtigten gingen nur 226 an die Urne, was 6,3 Prozent der Wahlberechtigten entspricht.
Nach der flotten Abwicklung der Vorstandswahlen wurde als nächster Sitzungstermin der 28. Februar vereinbart, in dem auch die Kandidaten für eine Tagung des Landesseniorenbeirates festgelegt werden sollen.
Weitere Angebote und Veranstaltungstipps kamen unter Punkt Verschiedenes zur Sprache. So auch das beliebte Sommerfest im Rosengarten, für das Saltenberger auch schon ein Motto hat, nämlich: „Kaffeeklatsch bei Tante Frieda“. Der Rahmen des Festes soll diesmal bescheidener ausfallen. Fest steht auch das Angebot für einen Vortrag, bei dem Pfarrer Hans Bühler aus Eschbach am 8. März von seiner Pilgerreise nach Italien mit seinem Esel Boromier berichten wird. Karin Born bot an, erneut einen Erste-Hilfe-Kurs für Senioren auf die Beine stellen zu wollen und seitens des Usinger Carneval-Vereins liegt eine Einladung zur Teilnahme an der UCV-Kreppelsitzung am 4. Februar vor.
Ein Angebot an den Seniorenbeirat, um auf sich aufmerksam machen zu können, bietet die städtische Wirtschaftsförderung in Person von Petra Reuter bei der Usinger Gesundheitsmesse am 7. und 8. März an. Sogar sportlich in die Gänge kommen können die Senioren in Sachen Karatesport, da der bekannte Karate Weltklassemann Dr. Jürgen Fritzsche aus Wilhelmsdorf dem Beirat das Angebot eines Seniorenschnupperkurses unterbreitet hat.
Auf das Thema Wohnen für ältere Menschen, mit dem sich der Regionalverband Rhein-Main beschäftigt, machte Margareta Schmitz aufmerksam und Brigitte Huster stellte die Frage in den Raum, wie man Theaterfahrten organisieren könnte. Hierzu konnte Sigried Buhlmann, Vorsitzende des Seniorenbeirates in Weilrod, aus dem Nähkästchen plaudern und von guten Erfahrungen in Weilrod und voll besetzten Bussen berichten.
Zwei Mal ergriff Bürgermeister Wernard das Wort und gab eine Stellungnahme zum Netzwerk Familie ab, in dem die Einbindung von Senioren umschrieben wird. Am neuen Kindergartenstandort der Kindertagesstätte „Hand in Hand“ an der Eiskaut ist ebenfalls solch ein zukunftsweisendes Projekt geplant, wo beispielsweise Senioren Kindern eine Vorlesestunde bieten oder sie zu einem Spielplatzbesuch begleiten. Ein Modell, bei dem die Einbindung der verschiedenen Generationen eine große Rolle spielt.
Von besonderer Wichtigkeit ist dem Seniorenbeirat, wie eine Nachfrage von Veronika Brähler an den Rathauschef ergab, das Thema öffentliche Toiletten in Usingen. Wernard bestätigte, dass dieses Anliegen schon Thema im Bürgermeister Wahlkampf war und er dabei ist, die Sache voranzubringen. So kann sich Wernard ein öffentliches WC mit Münzeinwurf im Einkaufszentrum am Riedborn vorstellen, verbunden mit der Möglichkeit, den für die Nutzung kostenpflichtigen Bon in den Geschäften einlösen zu können. Lichtenthäler war sich am Schluss der Zusammenkunft sicher, dass der umfangreiche Themenkreis mit den zahlreichen Vorhaben und Angeboten noch für reichlich Gesprächsstoff im Seniorenbeirat sorgen wird.
bieten nach den Osterferien wieder die generationsübergreifenden PC-Arbeitsgruppen-Stunden für Anfänger an.
Jeweils Mittwoch um 13:30 Uhr im Hauptgebäude der KLS. in der Pestalozzistr.6.
Beginn war jetzt am 25.April 2012 u. weiter dann am 2.5.,9.5.,16.5.,23.5. und 30.5.
Lichtenthäler bleibt Senioren-Chef
Erwin Lichtenthäler bleibt auch in der laufenden Legislaturperiode Vorsitzender des Seniorenbeirats. Alle acht Stimmen vereinte der Wilhelmsdorfer am Dienstagnachmittag in der konstituierenden Sitzung. Doch nicht nur er geht in eine neue Runde, auch seine beiden bisherigen Stellvertreter Ellen Nöll und der in Abwesenheit gewählte Manfred Herrlein bleiben im Amt.
Für das Protokoll bleibt Fritz-Günther Künstling weiterhin zuständig, als dessen Stellvertreter wählten die Mitglieder des Gremiums wieder Veronika Brähler. Die kommenden Sitzungstermine, so erläuterte Lichtenthäler, habe man bereits im Vorjahr festgezurrt, und so wird die Aufgabe der kommenden Sitzung vor allen Dingen darin bestehen, neue Aktivitäten für 2012 zu planen und umzusetzen.
Vorschläge für Themen hatte Lichtenthähler dann auch schon im Gepäck. So sollen ein Flyer entworfen, eine Schlossgartenbegehung organisiert, die politischen Ausschüsse besucht und eine Kooperation mit dem neuen Familienzentrum "Hand in Hand" eingegangen werden. Auch einen Delegierten für die Landesseniorenvertretung will das Gremium dann wählen, ebenso die beratenden Mitglieder.
Kaffeeklatsch mit Frieda?
Lieselotte Saltenberger schlug darüber hinaus auch einen Nachmittag unter dem Motto "Kaffeeklatsch bei Tante Frieda" im Rosengarten vor. Ob der das Rosengartenfest ersetzt oder nicht, steht allerdings noch nicht fest.
Für die Regionaltagung des Landesseniorenbeirats habe sich der Vorsitzende die Freiheit genommen, in Kooperation mit den Seniorenbeiräten aus Neu-Anspach und Weilrod die Delegierten nach Usingen einzuladen. Die Tagung ist inzwischen aber anderweitig vergeben worden.
Öffentliches WC
Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) berichtete zudem über die Installation eines öffentlichen WC mit dem Riedborn als möglichen Standort. Das könnte eine kostenpflichtige Toilette werden, möglicherweise mit Wertbon, der als Rabatt in den Geschäften eingesetzt werden könnte. Die Einrichtung müsse vor Vandalismus geschützt und hygienisch in Ordnung sein, wie Wernard erläuterte. Die Gespräche mit einem möglichen Betreiber seien aber noch nicht abgeschlossen.
Lichtenthäler machte außerdem auf das Angebot des UCV zur ersten Kräppelsitzung aufmerksam, ebenso auf einen Karatekurs für Senioren, der bei genügend Interessenten zustande kommen kann.
Erwin Lichtenthäler weiterhin an der Spitze der Senioren
26.01.2012 - USINGEN